In 30 Sekunden
66,4 % Ja. Am 25. Mai 2018 schaffte Irland bei 64 % Wahlbeteiligung den 8. Verfassungszusatz ab, der Abtreibung verbot.
Drei Organisationen, eine Marke: Together for Yes sprach Unentschlossene in ruhigem Ton an, mit einer Botschaft der Sorge um die Gesundheit von Frauen.
Ärztinnen, Ärzte und Frauen mit echten Geschichten vorn, und jeder Abend an den Haustüren ausgewertet, um den Kurs zu korrigieren.
Die Kampagne erforschte, wo die Wähler standen, bevor sie entschied, was sie sagt; sie wählte vertrauenswürdige Botschafter und schulte Haustür-Teams so gut wie TV-Gesichter.
Die ersten Schritte
- Fokusgruppen mit unentschlossenen Wähler*innen in Auftrag geben
- Die lokalen Gruppen erfassen, die es im Land schon gibt
- Das Bündnis mit externer Moderation aushandeln und die Regeln aufschreiben
Wenn du neu bist, fang mit den Grundlagen an, vom Stimmenziel bis zu dem, was die Forschung sagt. Grundlagen lesen
Wer es gemacht hat
Dieses Playbook stützt sich auf das, was die Organisator*innen selbst geschrieben und gesagt haben: vor allem auf die offizielle Auswertung…
Dieses Playbook stützt sich auf das, was die Organisator*innen selbst geschrieben und gesagt haben: vor allem auf die offizielle Auswertung der Kampagne, die die drei Co-Direktorinnen in Auftrag gaben (mit Interviews, Fokusgruppen und einer Umfrage unter 351 Aktiven), und auf Interviews während und nach der Abstimmung.
Ailbhe Smyth
Co-Direktorin; Gründerin und Sprecherin der Coalition to Repeal the Eighth Amendment
Veteranin der Kampagne für die Ehe für alle 2015. Sie brachte die Lehren von Yes Equality mit und setzte sich für einen respektvollen Ton und einen Start ohne Hast ein.
QuellenOrla O'Connor
Co-Direktorin; Direktorin des National Women's Council of Ireland (NWCI)
Führte das Modell Every Woman an, das die Debatte weg von Einschränkungen und hin zu den Gesundheitsbedürfnissen von Frauen lenkte.
QuellenGráinne Griffin
Co-Direktorin; Mitgründerin der Abortion Rights Campaign (ARC)
Baute seit 2012 das Netz lokaler ARC-Gruppen auf, die umbenannt zu den Together-for-Yes-Gruppen im ganzen Land wurden.
QuellenDeirdre Duffy
Kampagnenmanagerin (ab März 2018)
Machte aus der Strategie auf einer Seite Pläne für jedes Team und las jeden Morgen den Haustürbericht vom Vorabend.
QuellenAnnie Hoey
Nationale Koordinatorin der Haustürarbeit
Frühere Präsidentin der Studierendenvertretung. Sie koordinierte die lokalen Canvass-Leitungen, die Super-Canvasses und das Sammeln der Ergebnisse von den Türen.
QuellenKaren Hand
Forschung und Botschaftsstrategie bei Together for Yes
Gehörte zum Forschungsteam, das die „besorgte Mitte“ und die vertrauenswürdigen Botschafter*innen ausmachte, und erklärte die Methode später der New Economics Foundation.
QuellenErin Darcy
Künstlerin, Gründerin der Seite In Her Shoes – Women of the Eighth
Startete im Januar 2018 eine Facebook-Seite für anonyme Geschichten von Frauen, die vom 8. Zusatz betroffen waren, gerichtet an die Unentschlossenen.
QuellenGráinne Healy, Brian Sheehan und Noel Whelan
Leitung von Yes Equality (2015) und Autor*innen von Ireland Says Yes
Schrieben den Insiderbericht über die Kampagne für die Ehe für alle. Deren Methode (persönliche Geschichten, lokale Gruppen, positiver Ton) passte das Team 2018 an.
Quellen
In ihren eigenen Worten
Was die Organisator*innen über ihre Entscheidungen gesagt haben.
Was die Organisator*innen über ihre Entscheidungen gesagt haben. Sinngemäß wiedergegeben, wenn nicht anders angegeben.
Die Kampagne hielt das Tempo am Anfang bewusst niedrig: In einer sehr langen Kampagne werden die Leute müde, und man musste unversehrt in die Schlussphase kommen.
Ailbhe Smyth, Co-Direktorin, The Irish Times, How the tide turned against saving the Eighth, 27. Mai 2018
Beim Start versprach sie, die Kampagne werde die Positionen aller respektieren, egal welche – das Vorbild war Yes Equality von 2015.
Ailbhe Smyth, Co-Direktorin, The Irish Times, Repeal campaign seeks to follow marriage equality example, 23. März 2018
Man muss bei den Bedürfnissen und Erfahrungen von Frauen anfangen, nicht bei den Einschränkungen.
Orla O'Connor, Co-Direktorin (NWCI), Learning from the 2018 Together for Yes Campaign (offizielle Auswertung), S. 36
Über das Start-Crowdfunding (Ziel 50.000 Euro, rund eine halbe Million in einer Woche): Niemand hatte so viele Spenden erwartet; aus der Sammlung wurde ein Ventil für das, was Frauen über Abtreibung empfanden.
Orla O'Connor, Co-Direktorin, The Irish Times, 27. Mai 2018
6 weitere Zitate
In den Haustür-Ergebnissen neigten die Unentschlossenen beständig zum Ja, und das Ja würde besser abschneiden als vorhergesagt.
Deirdre Duffy, Kampagnenmanagerin, The Irish Times, 27. Mai 2018
Das Haustür-Dashboard ließ die Kampagne auf die Wähler*innen reagieren, nicht auf den Gegner.
Mitglied des Leitungsteams, ohne Namen, Learning from the 2018 Together for Yes Campaign, S. 67
Um das Gesetz zu ändern, musste das Politische persönlich werden: Die Geschichten der Frauen waren mutig und sehr schwer anzuhören.
Gráinne Griffin, Co-Direktorin, Grazia, Interview nach der Abstimmung
Studierende gründeten lokale Together-for-Yes-Gruppen und arbeiteten Seite an Seite mit Veteraninnen der Kampagne von 1983.
Annie Hoey, Koordinatorin der Haustürarbeit, Democracy Now!, 29. Mai 2018
Die Wähler*innen zu bitten, für Frauen zu sorgen, wirkte besser, als sie zu bitten, Rechte anzuerkennen. Auf dem Plakat zum Start stand, dass eine private Angelegenheit manchmal öffentliche Unterstützung braucht.
Karen Hand, Forscherin der Kampagne, New Economics Foundation, Together, they say yes, 13. Feb. 2023
2015 war eine Kampagne der Menschen, gemacht von der Zivilgesellschaft und 60 lokalen Teams, nicht von den Parteien.
Gráinne Healy, Co-Direktorin von Yes Equality, Village Magazine, 62%: What we did and why, 9. Juli 2015
Die Geschichte
Anfang 2018 zweifelten die politischen Medien an der Ja-Kampagne: Das Nein hatte sich früher organisiert, hatte mehr Geld und schon Plakate…
Anfang 2018 zweifelten die politischen Medien an der Ja-Kampagne: Das Nein hatte sich früher organisiert, hatte mehr Geld und schon Plakate auf den Straßen. Die Umfrage der Irish Times vom 20. April zeigte das Ja neun Punkte unter dem Januarwert und etwa jede fünfte Person unentschlossen. In 68 Tagen machte Together for Yes aus einer stillen Mehrheit unter Vorbehalt einen Sieg von fast zwei zu eins.
- 66,4 %
- Ja, 1.429.981 Stimmen, bei 64 % Beteiligungamtlich
- 1,6 Mio. €
- gesammelt in zehn Wochen, Rekord für ein Referendum in IrlandKampagnenangabe
- 43 %
- der Wähler*innen nannten persönliche Geschichten in den Medien als Grund für ihre EntscheidungStudie
- ±3 %
- Abweichung, mit der das Haustür-Dashboard das Ergebnis vorhersagteKampagnenangabe
Von der Trauer zum Sieg
- Okt. 2012Savita Halappanavar stirbt in einem irischen Krankenhaus, nachdem man ihr während einer Fehlgeburt eine Abtreibung verweigert hat. Ihr Tod mobilisiert die Bewegung; die Abortion Rights Campaign, hervorgegangen aus dem Irish Choice Network (Juli 2012), startet offiziell im Januar 2013.
- 2013–2014Die Coalition to Repeal the Eighth Amendment entsteht. Die lokalen ARC-Gruppen vermehren sich außerhalb Dublins.
- 22. Mai 2015Die Ehe für alle gewinnt mit 62 %. Viele, die 2018 die Kampagne machen sollten, waren dabei.
- 2016–2017Fokusgruppen im Auftrag der Coalition zeigen eine besorgte Mitte: unzufrieden mit dem Status quo, ängstlich vor Veränderung, mit Vertrauen in Ärzt*innen und in Frauen, die abgetrieben haben.
- Apr.–Dez. 2017Die Bürgerversammlung empfiehlt eine Verfassungsänderung. Der NWCI startet das Modell Every Woman. Drei Organisationen beschließen, eine gemeinsame Kampagne zu bilden.
- Jan. 2018Der Name Together for Yes und das Storylab entstehen. Ab dem 14. Januar sammelt Erin Darcys Seite In Her Shoes Geschichten.
- 8.–22. MärzDie Regierung setzt die Abstimmung für den 25. Mai an. Die Kampagne startet am 22. März; das Crowdfunding mit Ziel 50.000 Euro bringt in einer Woche rund eine halbe Million.
- Apr.–MaiHaustürarbeit im ganzen Land, TV-Debatten, Pop-up-Läden mit Schlangen für Repeal-Pullover. Der Kampagnenbus fährt in den letzten drei Wochen durchs Land.
- 18. MaiSieben Tage vorher kommt Make a Plan, mit SMS-Erinnerung. Videos zum Ablauf der Wahl und #HomeToVote der Ausgewanderten gewinnen an Fahrt.
- 25. Mai66,4 % Ja. Nur ein Wahlkreis, Donegal, stimmt mit Nein.
Drei Ebenen
Together for Yes war weder Partei noch NGO, sondern ein Dach mit einer kleinen Zentrale und vielen Menschen, die ihr nicht unterstanden.
- Die ZentraleDrei Co-Direktorinnen, ein wöchentlicher Vorstand mit zwei Personen pro Organisation, eine Kampagnenmanagerin und Teams für Kommunikation, Mobilisierung, Fundraising, Politik, Fakten und Plattform, dazu eine strategische Beratungsgruppe aus rund einem Dutzend Fachleuten mit unverbindlichem Rat.
- Die PlattformVerbündete Organisationen (Gewerkschaften, Ärzt*innen, Anwält*innen, Gruppen von Menschen mit Behinderung und von Migrant*innen), die mit eigener Stimme und eigenem Namen Kampagne machten, ohne ihre Unabhängigkeit zu verlieren.
- Das NetzLokale Gruppen in allen Countys und unabhängige Initiativen wie In Her Shoes, Terminations for Medical Reasons und #HomeToVote der Ausgewanderten.
Was man nicht weiß. Laut der Nachwahlbefragung von RTÉ (3.779 Wähler*innen) sagten 75 %, sie hätten immer gewusst, wie sie abstimmen würden, und nur 12 % entschieden sich während der Kampagne.
Nur 7 % nannten den direkten Kontakt mit Aktiven als wichtig, gegenüber 43 % für Geschichten in den Medien und 34 % für Erfahrungen von Bekannten. Die Haustürarbeit wirkte also vielleicht stärker über Mobilisierung, Messung und Gespräche unter Bekannten als über direkte Überzeugung, und keine Daten trennen ihre Wirkung heraus. Die Zahl der Organisationen im Bündnis schwankt je nach Quelle (über 70 beim Start laut Irish Times, 97 laut Irish Examiner, über 200 laut dem Verlag des Buchs der Co-Direktorinnen). Die Auswertung spricht von 68 Kampagnentagen, obwohl zwischen der Ankündigung am 8. März und der Abstimmung am 25. Mai 78 Tage liegen. Das Buch It's a Yes! war nicht direkt zugänglich; das Rückgrat dieses Playbooks ist die offizielle Auswertung, die die drei Co-Direktorinnen in Auftrag gaben. Die Reichweitenzahlen von In Her Shoes stammen vom Verlag des Buchs von Erin Darcy. Die Treffsicherheit des Panels ist ermutigend, aber es ist keine Umfrage: Die geöffneten Türen sind keine Zufallsstichprobe, und die 80-Prozent-Regel war eine Korrektur nach Augenmaß. Nutze das Panel, um Trends von Woche zu Woche zu verfolgen.
Das Gelände
Was 2018 typisch für Irland war und anderswo fehlen kann.
Was 2018 typisch für Irland war und anderswo fehlen kann.
Plattformen
- Haustür und Infostände
- Das Herz der Kampagne. Lokale Gruppen klopften abends und am Wochenende an Türen, bauten Stände in den Hauptstraßen auf und machten „Guerilla-Canvassing“ mit Transparenten an Kreisverkehren und Brücken im Berufsverkehr.
- Das meistgenutzte Netzwerk: 86 % der befragten Aktiven nannten es unverzichtbar. Video war das Format mit der größten Wirkung. Dort verbreitete die Seite In Her Shoes anonyme Geschichten.
- Von 65 % der Aktiven genutzt. Wichtig, um mit Journalist*innen und Politiker*innen zu sprechen, und in der Schlussphase für den Hashtag #HomeToVote der Ausgewanderten, die zum Wählen heimkamen.
- Lokalradio und Regionalzeitungen
- In Irland mit hoher Reichweite und viel Vertrauen. Die lokalen Gruppen und der Kampagnenbus versorgten diese Medien mit Sprecher*innen aus der eigenen Region.
- WhatsApp- und Facebook-Gruppen
- Koordination der Freiwilligen in jedem County. Die Zentrale sprach mit dem Land per E-Mail und wöchentlichen Webinaren über Zoom.
- Slack, Meltwater und eigenes Dashboard
- Slack fürs Kernteam, Meltwater, um jeden Morgen die Presse zu beobachten, und ein von Freiwilligen gebautes Dashboard, das Haustür, Umfragen, Presse, Finanzen und interne Warnungen bündelte.
- SMS-Erinnerung
- Das Werkzeug Make a Plan, sieben Tage vorher gestartet, ließ Wähler*innen die Uhrzeit fürs Wählen wählen und schickte am Morgen der Abstimmung eine kostenlose Erinnerung per SMS.
Lage vor Ort
- Ein Thema, das jahrzehntelang stigmatisiert war: Der 8. Zusatz kam 1983 mit 66,9 % in die Verfassung, und der Tod von Savita Halappanavar 2012 war der Wendepunkt.
- Eine Bürgerversammlung aus 99 ausgelosten Menschen empfahl die Änderung im April 2017. Das gab der Debatte einen Ursprung bei den Bürger*innen, nicht bei den Parteien.
- Ein Referendum, keine Wahl: Die Kampagne gehörte der Zivilgesellschaft, und Politiker*innen galten bei den Wähler*innen als Leute, die „sich nicht festlegen“.
- Der öffentliche Rundfunk muss bei Referenden beiden Seiten gleich viel Zeit geben. Dadurch sah das Publikum extreme Positionen des Nein.
- Spenden regelt das Wahlgesetz, und die SIPO kontrolliert sie: Jede Spende wurde vor der Annahme geprüft, manche wurden abgelehnt.
- Gewählt wird nur persönlich, ohne Briefwahl oder Stimmabgabe in Botschaften; Ausgewanderte verlieren nach 18 Monaten im Ausland das Wahlrecht. Daher #HomeToVote.
- Kurz nach dem Skandal um Cambridge Analytica sperrte Facebook Anzeigen zum Referendum, die von außerhalb Irlands bezahlt wurden, und Google setzte alle Anzeigen zum Referendum aus.
- Dieselbe Generation von Aktiven hatte drei Jahre zuvor das Referendum zur Ehe für alle gewonnen und brachte Teams, Spender*innen und fertige Lehren mit.
Die Methode
Die Kampagne passte auf eine Seite: die Mehrheit gewinnen, indem man die „besorgte Mitte“ anspricht, mit Information, Überzeugung und Ruhe,…
Die Kampagne passte auf eine Seite: die Mehrheit gewinnen, indem man die „besorgte Mitte“ anspricht, mit Information, Überzeugung und Ruhe, und mit einer mobilisierten Basis, die an Türen klopft.
Drei Fronten
- Zuhören vor dem Reden
- Dort anfangen, wo die Menschen zuhören, nicht dort, wo die Kampagne redet. Die Forschung zeigte: Die Mehrheit wollte Veränderung, aber ruhig, ohne Geschrei, mit Blick auf Fürsorge statt auf Wahlfreiheit.
- Vertrauenswürdige Botschafter*innen
- Die Wähler*innen vertrauten Ärzt*innen und Frauen, die eine Abtreibung erlebt hatten; Politiker*innen und der Kirche misstrauten sie. Darum sprachen diese Menschen, und die Leitung trat einen Schritt zurück. Doctors for Choice und Midwives for Choice halfen Ärzt*innen und Hebammen, klar zu sprechen, und auch die Irish Family Planning Association beteiligte sich an der Kampagne.
- Gemessene Haustürarbeit
- Ruhige Gespräche an Türen im ganzen Land. Das Ergebnis jedes Abends wurde erfasst und in einem Dashboard zusammengeführt, das zeigte, ob die Botschaft ankam.
Der Kreislauf der Kampagne
Derselbe Kreislauf lief in drei Phasen (informieren und einbinden, 4 Wochen; überzeugen und motivieren, 6 Wochen; Stimmen mobilisieren, 10 Tage), mit einer Überprüfung der Strategie eine Woche vor Ende jeder Phase.
- Forschen Fokusgruppen vor und während der Kampagne, um zu wissen, was Sorgen macht, welche Worte wirken und wem die Leute vertrauen.
- Rahmen setzen Die drei C: care, compassion, change (Fürsorge, Mitgefühl, Wandel). Über Gesundheit und Bedürfnisse sprechen, von „Entscheidung“ statt „Wahl“, von Empathie statt Urteil.
- Botschafter*innen vorbereiten Das Storylab findet, bereitet vor und schützt die Frauen und Paare, die ihre Geschichte erzählen; Ärzt*innen und Anwält*innen bekommen Medientraining und fertige Antworten.
- Die Leute an den Türen schulen Kernbotschaften, Übung und Gesprächssimulation. Nicht mit Leuten streiten, die schon für Nein entschieden sind; die Zeit denen widmen, die zweifeln.
- Reden Haustür, Stände, öffentliche Versammlungen, Lokalradio, Transparente an Kreisverkehren. Den öffentlichen Raum mit positivem Ton besetzen.
- Messen Jeden Abend: besuchte Türen, geöffnete Türen, Ja, Nein, Vielleicht, Stärke der Meinung und gehörte Argumente. Alles am nächsten Morgen im Dashboard.
- Anpassen Die Leitung liest jeden Morgen das Dashboard und ändert, was die Zahlen sagen, egal was der Gegner tut.
- Stimmen mobilisieren Wahlplan per SMS, Videos zum Ablauf der Wahl, Sichtbarkeitsaktionen an Bahnhöfen, Ausgewanderte, die nach Hause kommen.
Und von vorn.
Toolkit
Was Together for Yes aufgebaut hat, so geordnet, dass du es kopieren kannst.
Was Together for Yes aufgebaut hat, so geordnet, dass du es kopieren kannst. Das passt für ein Referendum, ein Gesetz, ein lokales Anliegen oder eine Kandidatur, die Unentschlossene braucht.
Wähle dein Land, um passende Werkzeuge und die rechtlichen Punkte zum Prüfen zu sehen.
Organisation
Eine kleine, sehr professionelle Zentrale, verbunden mit einem großen, eigenständigen lokalen Netz. Die Auswertung räumt ein, dass die Zentrale überlastet war: Die Mobilisierung hätte mehr Vollzeitleute gebraucht.
Kleinstes Team
- Co-Leitung
- Eine Person pro Gründungsorganisation, im täglichen Austausch miteinander und mit dem letzten Wort über die Strategie. So schluckt keine Organisation die anderen.
- Vorstand
- Zwei Personen pro Organisation, Treffen mindestens wöchentlich. Beschließt Pläne und prüft den Stand jeder Phase.
- Kampagnenmanagement
- Macht aus der Strategie Pläne mit Zielen, Fristen und Kennzahlen für jedes Team; liest jeden Morgen das Dashboard.
- Kommunikation und Storylab
- Presse, soziale Netzwerke, Produktion und das Geschichtenlabor, das alle vorbereitet und schützt, die ihre Erfahrung erzählen.
- Fakten und Gegenrede
- Eine Wissenschaftlerin und Aktivistin und eine Fachperson für reproduktive Gesundheitspolitik bereiten Antworten auf rechtliche und medizinische Argumente vor, für Debatten, Presse und Türen. Über die Gegenrede hinaus vorbeugen: die drei oder vier gegnerischen Argumente benennen, die der Mitte am meisten Angst machen, und sie erklären, bevor sie auftauchen. In einem YouTube-Experiment verbesserten kurze „Impf“-Videos die Fähigkeit, Manipulation zu erkennen, um etwa 5 %.
- Mobilisierung und Haustür
- Verbindet die Zentrale mit den lokalen Leitungen, organisiert Super-Canvasses, sammelt und analysiert die Ergebnisse von den Türen.
- Plattform und Politik
- Holt verbündete Organisationen dazu, die mit eigener Stimme sprechen, und hält zu den Parteien gleichen Abstand.
- Fundraising und Recht
- Fundraising als strategischer Bereich, mit erfahrenen Leuten, und Kontrolle jeder Spende nach dem Gesetz. Hier brachte das Team Erfahrung aus früheren Kampagnen wie Yes Equality mit und arbeitete mit der Marketingagentur Ask Direct, die seit Anfang 2017 für die Coalition tätig war.
Wochen- und Tagesrhythmus
- Jeden MorgenDie Managerin liest den Haustürbericht vom Vorabend, die Presseauswertung und den Slack, auf der Suche nach Warnzeichen. Das Social-Media-Team postet eine Zeitungsmeldung, um das Thema des Tages zu setzen.
- Dienstag, 10 UhrTreffen mit Vertreter*innen der Parteien, die das Ja unterstützen, in der Zentrale, um Plakate und Botschaften für Unentschlossene abzustimmen.
- Dienstag, MittagBotschaften-Webinar für die verbündeten Organisationen (laut Irish Examiner 97): Was sagen wir diese Woche?
- DonnerstagAllgemeineres Webinar zu den übrigen Teilen der Kampagne.
- Jeden AbendWer an den Türen war, füllt ein einfaches Blatt aus; die lokalen Leitungen sammeln die Blätter, und geschulte Freiwillige tippen die Daten ab.
- Ende jeder PhaseEine Woche vorher prüft die Leitung die Strategie und beschließt den Plan für die nächsten Wochen.
Die Treffen der Zentrale gingen von wöchentlich auf zweimal pro Woche und in der Schlussphase auf täglich. Die Auswertung empfiehlt: Nimm das Tempo an, aber hab immer einen schriftlichen Plan, zu dem du zurückkehren kannst.
Plan B
- Ein Blatt Papier als primäres Haustürprotokoll: Es funktioniert ohne Netz und ohne App.
- Eine Person, die nur die regionalen Gruppen unterstützt, und regionale Knoten, die selbst entscheiden dürfen.
- Lokale Gruppen, die eigenes Material herstellen können: Wo die Plakate der Zentrale nicht ankamen, malten Freiwillige ihre eigenen.
- Eine einzige Datenbank für Spender*innen und Freiwillige, entworfen, bevor die Kampagne beginnt.
- Unterstützung unter Gleichen und psychologische Begleitung für alle, die an den Türen beschimpft werden, im Voraus organisiert.
Technik
Fast alles bauten Freiwillige oder es lief mit gängigen Werkzeugen. Entscheidend war, jeden Abend alles festzuhalten.
- Website und Freiwilligenanmeldung (Find My Canvass)Kostenlos bis günstig
Wer helfen wollte, hinterließ E-Mail und Ort und wurde sofort an die Leitung der lokalen Gruppe weitergeleitet. So kamen über 2.500 Freiwillige an.
- Haustürprotokoll (Canvass Together)Kostenlos
Ein Papierblatt, abends ausgefüllt, von Freiwilligen im Wahlkreis abgetippt und in einer Datenbank zusammengeführt, die Ja, Nein und Vielleicht nach Gebiet zeigte. Nachbaubar mit einem Formular und einer Tabelle.
- Lage-DashboardKostenlos (von Freiwilligen gebaut)
Bündelte sechs Quellen: Haustür, Umfragen, Berater*innen, Presse, interne Kommunikation und Fundraising. Jedes Team sah seine Ansicht; die Managerin sah alle.
- PresseauswertungKostenpflichtig; kostenlose Alternative: Nachrichten-Alerts
Meltwater mit täglichem Stichwortbericht, um zu merken, wann die Presse die Sprache der Kampagne übernahm oder das Nein seine Botschaft änderte.
- Slack und WhatsApp-/Facebook-GruppenKostenlos
Slack fürs Kernteam; WhatsApp- und Facebook-Gruppen für die Freiwilligen jedes Countys.
- Webinare über ZoomKostenlos bis günstig
Wöchentliche Treffen mit den Gruppen aus dem ganzen Land, um Botschaften weiterzugeben und lokale Probleme zu hören.
- Spenden, Crowdfunding und OnlineshopPlattformgebühren
Spendenaufruf online, zwei Crowdfundings, Spendenaufruf per Telefon, Events und ein Shop mit WooCommerce für Pullover, Buttons und T-Shirts.
- Make a PlanKosten pro SMS
Wähler*innen wählten Uhrzeit und Art, wie sie zum Wählen gehen, und bekamen am Morgen der Abstimmung eine kostenlose SMS-Erinnerung. Nur für Angemeldete.
- Video in den sozialen NetzwerkenKostenlos
Kurze Videos von Ärzt*innen, von Frauen mit Geschichten und von Organisationen der Plattform; in der Schlussphase Videos mit Anleitung zum Wählen.
- Bezahlte WerbungNicht veröffentlicht
Plakate, Presse und Online-Anzeigen, betreut von einer Medienverantwortlichen, nur mit Geld aus dem Inland und gekennzeichnet.
- Online-Hub für Fachleute (Lawyers und Doctors for Repeal)Kostenlos bis günstig
Anwält*innen, und ebenso Ärzt*innen, unterschrieben online eine Unterstützungspetition; eine reine Leseseite zeigte Namen und County aller Unterzeichnenden und speiste die Pressestrategie.
Spalten im Haustürblatt
Datum · Lokale Gruppe und Gebiet · Besuchte Türen · Geöffnete Türen · Ja · Nein · Vielleicht · Stärke der Meinung · Wichtigste gehörte Sorge · Aufgetauchte Botschaft des Gegners · Abgetippt von
Die Kampagne sammelte rund 1,6 Mio. Euro, aber die Auswertung veröffentlicht keine Aufschlüsselung der Ausgaben. Bekannt ist: Die Organisationswerkzeuge bauten Freiwillige oder sie waren günstig, und vom Geld des ersten Crowdfundings kamen die ersten Plakate und Materialien. Um das Ja in den Haustür-Ergebnissen nicht zu überschätzen, zählte das Dashboard 80 % der Vielleicht als Nein.
Kommunikation
Der Ton war informativ, vernünftig, ruhig und überhaupt nicht konfrontativ. Die Forschung zeigte, dass die Leute Angst vor einer Kampagne des Geschreis hatten; die Kampagne blieb bis zum Schluss ruhig.
Die Formel eines Gesprächs an der Tür
- Vorstellen Name, woher du kommst, dass du freiwillig dabei bist. Eine Nachbarin, keine Partei.
- Fragen Was die Person denkt und was ihr Sorgen macht. Erst zuhören.
- Einordnen Ja: danken und bitten, mit der Familie zu reden. Entschiedenes Nein: höflich zur nächsten Tür. Vielleicht: bleiben und reden.
- Erzählen Warum du mit Ja stimmst, in ein, zwei persönlichen Sätzen. Das ist die Lehre von Yes Equality: Geschichten, keine Predigten. Dafür gibt es Belege: In drei Feldexperimenten in den USA änderten Gespräche nur mit Argumenten die Haltung gegenüber Eingewanderten nicht; dieselben Gespräche mit einem wertungsfreien Austausch persönlicher Geschichten verringerten ausgrenzende Einstellungen für mindestens vier Monate. Der Effekt war klein, aber dauerhaft und wiederholte sich in Gesprächen über trans Menschen wiederholte (Kalla und Broockman, 2020).
- Mit einem Fakt und einer Stimme antworten Eine konkrete Information und wer sie bestätigt: eine Ärztin, eine Frau, die es erlebt hat.
- Bitten Um die Stimme und einen Plan zum Wählen. Bitten, nicht fordern.
- Erfassen Gleich danach aufs Blatt: Antwort, Stärke der Meinung und die Sorge, die du gehört hast.
Regeln für Botschaften
- Sprich von Fürsorge, Gesundheit und Bedürfnissen. Das Wort, das die Leute hörten, war „Entscheidung“, nicht „Wahl“.
- Zeig, was schon passiert: die Reisen ins Ausland und die im Internet gekauften Pillen. Das Ja holt nur etwas nach Hause, das es schon gibt.
- Lass die Glaubwürdigen sprechen: Ärzt*innen und Menschen mit eigener Erfahrung. Die Leitung tritt einen Schritt zurück.
- Sag den Wähler*innen nie, was sie denken oder fühlen sollen. Rede mit ihnen.
- Lass dich nicht auf das Thema des Gegners ein. Hab Antworten auf die Fachargumente parat, aber kehr immer zu deiner Botschaft zurück.
- Politiker*innen unterstützen, aber sie sprechen nicht für die Kampagne und stehen nicht auf der nationalen Bühne.
- Sei für etwas. Der Name Together for Yes wurde gewählt, weil er positiv ist und keiner Organisation gehört.
- Dieselbe Botschaft auf allen Kanälen: TV, Flyer, Haustür und Post sagen dasselbe in verschiedenen Formaten.
Beispielgespräch
Guten Tag, ich bin Anna, ich wohne hier im Viertel und bin Freiwillige für die Ja-Kampagne. Darf ich fragen, was Sie über das Referendum denken? [zuhören] Verstehe, diesen Zweifel haben viele. Ich stimme mit Ja, weil eine Freundin von mir in einer sehr schweren Lage allein ins Ausland reisen musste. Die Ärzt*innen sagen, dass Frauen das heute schon heimlich tun, ohne Begleitung. Das Ja sorgt nur dafür, dass es hier behandelt wird, mit Sorgfalt, zwischen der Frau und ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Wenn Sie möchten, lasse ich Ihnen diesen Flyer mit Geschichten von Frauen von hier da. Kann ich am 25. auf Sie zählen?
Auf deine Lage übertragen
Was überall funktioniert und was am Irland von 2018 hing.
Was überall funktioniert und was am Irland von 2018 hing.
Funktioniert überall
- Die unentschlossene Zielgruppe erforschen, bevor du die erste Botschaft schreibst, und während der Kampagne erneut testen.
- Ein Bündnis mit eigener, positiver Marke, die keiner der Gründungsorganisationen gehört.
- Sprecher*innen danach auswählen, wie viel Vertrauen sie bei der Zielgruppe wecken, nicht danach, wie lange sie dabei sind.
- Die Leute an den Türen genauso sorgfältig schulen wie die im Fernsehen.
- Jeden Abend festhalten, was man an den Türen hört, und danach entscheiden.
- Für alle sorgen, die persönliche Geschichten erzählen: vorbereiten, schützen und aussteigen lassen.
- Früh und sichtbar Geld sammeln: Der erste große Spendenaufruf ist auch der erste Kraftbeweis.
- Die Phase der Stimmenmobilisierung lange vor ihrem Beginn planen.
Hängt von der Lage ab
- Facebook als Hauptnetzwerk (2018)
- Nutze das Netzwerk, das heute bei deiner Zielgruppe dominiert: WhatsApp und Instagram in Brasilien, TikTok bei Jüngeren. Die Inhalte, die sich verbreiten, bleiben dieselben: kurze Videos vertrauenswürdiger Botschafter*innen.
- Nur persönliche Stimmabgabe und #HomeToVote
- Wo man im Ausland wählen kann, wird die Bitte zu „Registrier dich und wähl im Konsulat“. Wo Ausgewanderte nicht wählen dürfen, kopiere Be My Yes: Wer weg ist, ruft die Familie zu Hause an.
- Ausgewogenheitsregel im öffentlichen Rundfunk
- Wo das Fernsehen nicht ausgewogen sein muss, zählen eigene Kanäle und Lokalradio noch mehr; bereite Sprecher*innen auf feindselige Interviews vor.
- Ärzt*innen als die neuen Priester
- In Irland war das Vertrauen von der Kirche zu den Ärzt*innen gewandert. In deinem Land sind es vielleicht Pflegekräfte, Lehrkräfte, Pfarrer*innen oder Leute aus der Community: Das sagt nur die Forschung.
- Verbot ausländischer Anzeigen
- In der EU schließt die Verordnung (EU) 2024/900 heute Sponsoren von außerhalb der Union in den drei Monaten vor einer Abstimmung von politischer Werbung aus, und seit Oktober 2025 nimmt Meta dort keine politischen, Wahl- oder gesellschaftspolitischen Anzeigen mehr an und Google schaltet keine politische Werbung mehr; in anderen Ländern folge dem Wahlrecht und veröffentliche, wer jede Anzeige bezahlt. Siehe den Abschnitt „Recht und Plattformen in der Europäischen Union“ in den Grundlagen.
- Referendum zu einem einzigen Thema
- Bei einer Kandidatur ist der Gegner eine Person, kein Vorschlag. Die Methode der besorgten Mitte funktioniert weiter, aber Politiker*innen können nicht von der Bühne fernbleiben.
- Repeal-Pullover und Pop-up-Läden
- Jedes sichtbare Erkennungszeichen, das die Leute tragen wollen: ein Button, eine Farbe, ein Aufkleber. Die Schlange vor dem Laden ist auch eine Nachricht.
Spielzüge zum Mitnehmen
Such dir die Spielzüge aus, die zu deiner Lage passen, und leg sie in dein Kit.
Such dir die Spielzüge aus, die zu deiner Lage passen, und leg sie in dein Kit.
-
Die besorgte Mitte ansprechen
Die Unentschlossenen erforschen, bevor die erste Botschaft geschrieben wird, und ruhig mit ihnen reden: Fürsorge, Mitgefühl und Wandel, „Entscheidung“ statt „Wahl“, und Botschafter, denen sie vertrauen. In Irland zeigte die Forschung eine Mehrheit, die Veränderung ohne Geschrei wollte; es sprachen Ärztinnen, Ärzte und Frauen mit eigener Erfahrung, und das Ja holte 66,4 %.
So baust du ihn auf, Schritt für Schritt
- Wirkt, wenn
- Es funktioniert, wenn es eine bedingte, stille Mehrheit gibt: unzufrieden mit dem Status quo, aber in Sorge vor Veränderung und vor einer Kampagne des Geschreis.
- Nicht nutzen, wenn
- Es überzeugt niemanden, der schon entschieden hat, und scheitert ohne eigene Forschung: Vertrauenspersonen sind von Land zu Land verschieden.
- Woche −30 Fokusgruppen mit unentschlossenen Wählenden beauftragen
- Woche −26 Herausfinden, welche Worte wirken und wem das Publikum vertraut
- Woche −20 Die Strategie auf einer Seite festhalten: Zielgruppe, Ton, Botschaft, Botschafter
- Woche −12 Ärzte und Fachleute für Medien schulen und mit fertigen Antworten ausstatten
- Woche −10 Mit vertrauenswürdigen Botschaftern starten, die Führung tritt einen Schritt zurück
- Woche −5 Die Botschaft in Fokusgruppen und an den Türen erneut testen und nachschärfen
Team
- Forschung: Fokusgruppen vor und während der Kampagne
- Fakten und Gegenrede: bereiten überprüfbare Antworten auf medizinische und rechtliche Argumente vor
- Vertrauenspersonen: Ärztinnen, Ärzte und Menschen mit eigener Erfahrung
Was du misst: Vielleicht-Wählende, die beim zweiten Haustürgespräch nach der getesteten Botschaft Ja sagen; bewegen sie sich nicht, zurück in die Fokusgruppen, bevor du den Ton änderst.
Risiken im Blick: Botschaftsdisziplin kann die Sprache der Rechte verdrängen und die Vielfalt der Stimmen verengen: Sag das deiner Basis, schaff Raum für andere Stimmen und sag Wählenden nie, was sie fühlen sollen.
-
Haustürgespräche, jeden Abend gemessen
Ruhige Gespräche an der Haustür, mit einem einfachen Bogen, der jeden Abend ausgefüllt wird (geöffnete Türen, Ja, Nein, Vielleicht, Stärke der Meinung und gehörte Sorge) und in einem Dashboard zusammenläuft, das jeden Morgen gelesen wird. In Irland sagte das Dashboard das Ergebnis auf ±3 % genau voraus und ließ die Kampagne auf die Wählenden reagieren, nicht auf den Gegner.
So baust du ihn auf, Schritt für Schritt
- Wirkt, wenn
- Es funktioniert, wenn es in vielen Gebieten lokale Gruppen gibt und eine Leitung, die ändert, was die Zahlen zu ändern verlangen.
- Nicht nutzen, wenn
- Es scheitert, wenn niemand die Bögen eingibt oder das Dashboard liest, oder wenn Meinungen an identifizierbare Personen gebunden sind: Erfass sie nur zusammengefasst.
- Woche −12 Haustürbogen und Dashboard vor dem Start entwerfen
- Woche −10 Die Anmeldung öffnen, die Freiwillige sofort an die lokale Gruppenleitung weiterleitet
- Woche −9 In jeder Region mit Rollenspielen schulen: Nicht mit Leuten streiten, die Nein sagen
- Woche −8 Abends und am Wochenende an Türen klopfen, immer zu zweit
- Woche −8 Jeden Abend die Bögen einsammeln und von geschulten Freiwilligen eingeben lassen
- Woche −6 Jeden Morgen das Dashboard lesen und Botschaft und Gebiete anpassen
- Woche −2 Super-Canvasses in den Gebieten machen, wo die Unterstützung am schwächsten ist
Team
- Haustür-Koordination: verbindet Zentrale und lokale Leitungen und wertet die Ergebnisse aus
- Lokale Leitung: organisiert die Schichten und sammelt die Bögen des Abends
- Dateneingabe: geschulte Freiwillige übertragen die Bögen in die Datenbank
Was du misst: Geöffnete Türen pro Abend und lokaler Gruppe, auf dem Bogen erfasst; damit du dir beim Ja nichts vormachst, zähl die meisten Vielleicht als Nein, wie das irische Dashboard (80 %).
Risiken im Blick: Haustürgespräche über ein intimes Thema bringen Anfeindungen und Erschöpfung: Geh zu zweit, hab ein Protokoll für Übergriffe, plane Unterstützung unter Gleichen vorab ein und speichere nur zusammengefasste Daten.
-
Echte Geschichten, vorbereitet und geschützt
Ein Labor, das Menschen findet, vorbereitet und schützt, die ihre Erfahrung erzählen, mit informierter Einwilligung, Möglichkeit der Anonymität, Medientraining und Begleitung danach. In Irland nannten 43 % der Wählenden persönliche Geschichten in den Medien als Faktor ihrer Entscheidung.
So baust du ihn auf, Schritt für Schritt
- Wirkt, wenn
- Es funktioniert, wenn das Thema stigmatisiert ist und das Publikum Betroffenen mehr vertraut als Politik oder Institutionen.
- Nicht nutzen, wenn
- Es scheitert, wenn Menschen ohne Vorbereitung und Begleitung exponiert werden oder wer aussteigen will, unter Druck gesetzt wird.
- Woche −20 Das Geschichtenlabor eröffnen und die Schutzregeln aufschreiben
- Woche −18 Menschen finden, die erzählen wollen, mit informierter Einwilligung und Anonymitätsoption
- Woche −14 Jede Person auf Medien und feindselige Reaktionen vorbereiten
- Woche −10 Die Geschichten ins Lokalradio, in die Regionalpresse und in öffentliche Treffen bringen
- Woche −6 Jede Person nach jedem Auftritt anrufen und Unterstützung anbieten
- 1 Woche(n) danach Den Erzählenden öffentlich danken und die Begleitung fortsetzen
Team
- Storylab: findet, bereitet vor und schützt die Erzählenden
- Regionalpresse: bringt die Geschichten ins Lokalradio und in die Zeitungen der Region
- Unterstützung: Begleitung unter Gleichen und psychologisch, vorab eingeplant
Was du misst: Vorbereitete Auftritte im Lokalradio, in der Regionalpresse und bei öffentlichen Treffen, nach denen der Begleitanruf erfolgt ist; Ziel ist, alle zu begleiten, nicht mehr Geschichten zu sammeln.
Risiken im Blick: Alles auf die härtesten Fälle zu setzen, kostet die Erzählenden viel und verengt die Botschaft: Mach die Geschichten vielfältiger, lass jederzeit aussteigen und veröffentliche nie ohne Einwilligung.
-
Start-Crowdfunding mit öffentlichem Ziel
Der erste große Spendenaufruf, früh und mit öffentlichem Ziel, ist auch der erste Kraftbeweis. Jede Spende wird vor der Annahme geprüft. In Irland bat das Start-Crowdfunding um 50.000 Euro und sammelte in einer Woche rund eine halbe Million; die Kampagne erreichte 1,6 Millionen Euro.
So baust du ihn auf, Schritt für Schritt
- Wirkt, wenn
- Es funktioniert, wenn eine Basis aufgestaute Wut und Lust zu handeln hat und das Spendenrecht klar ist.
- Nicht nutzen, wenn
- Es scheitert ohne fertige Compliance: Eine einzige Spende aus verbotener Quelle kann mehr kosten, als sie bringt.
- Woche −14 Finanz- und Compliance-Struktur mit erfahrenen Leuten aufbauen
- Woche −12 Eine einzige Datenbank für Spender und Freiwillige entwerfen
- Woche −10 Das Crowdfunding am Starttag eröffnen, mit einem bescheidenen öffentlichen Ziel
- Woche −10 Jede Spende vor der Annahme prüfen und die vom Gesetz verbotenen ablehnen
- Woche −9 Das erste Geld in sichtbare Plakate und Materialien stecken und das sagen
- Woche −6 Shop und Events mit Erkennungsstücken eröffnen, die Leute gern tragen
Team
- Fundraising: ein strategischer Bereich, mit erfahrenen Leuten besetzt
- Compliance: prüft die Zulässigkeit jeder Spende
- Datenbank: führt Spender und Freiwillige an einem Ort zusammen
Was du misst: Spenderinnen und Spender, die sich auch für eine Haustürschicht oder ein Event eingetragen haben, als Anteil aller Spendenden: Wer Geld gibt, kann auch Zeit geben.
Risiken im Blick: Eine einzige verbotene Spende wird zur Schlagzeile: Prüf vor der Annahme, nenn, wer jede Anzeige bezahlt, und lehn Geld aus dem Ausland ab, wo das Gesetz es verbietet.
-
Wahlplan mit gewünschter Erinnerung
In der Schlussphase wählt jede Person, wann und wie sie wählen geht, und bekommt nur dann eine Erinnerung, wenn sie darum gebeten hat; wer weit weg lebt, kommt zum Wählen heim oder ruft die Familie an. In Irland startete Make a Plan sieben Tage vorher, mit einer SMS am Wahlmorgen, und #HomeToVote holte Ausgewanderte zum Wählen zurück.
So baust du ihn auf, Schritt für Schritt
- Wirkt, wenn
- Es funktioniert in den letzten zehn Tagen, wenn die Unterstützung da ist und das Risiko darin liegt, dass Zustimmende nicht wählen gehen.
- Nicht nutzen, wenn
- Es scheitert an Listen ohne Einwilligung und ersetzt keine Haustürgespräche: Die Erinnerung erreicht nur, wer sich schon eingetragen hat.
- Woche −4 Das Wahlplan-Tool und die SMS-Erinnerung mit Einwilligung vorbereiten
- Woche −1 Den Wahlplan sieben Tage vorher auf allen Kanälen starten
- Woche −1 Kurze Videos dazu veröffentlichen, wie und wo man wählt
- Woche −1 Sichtbarkeitsaktionen an Bahnhöfen und Kreisverkehren im Berufsverkehr machen
- Woche −1 Wer weit weg lebt, mobilisieren: zum Wählen heimkommen oder die Familie anrufen
- Woche des Tags X Am Wahlmorgen die Erinnerung nur an die Eingetragenen schicken
Team
- Mobilisierung: startet den Wahlplan und organisiert die Sichtbarkeitsaktionen
- Liste und SMS: verwaltet die Einwilligungen und schickt die Erinnerung
- Wer weit weg lebt: organisiert die Heimreise zum Wählen oder die Anrufe nach Hause
Was du misst: Personen, die einen Wahlplan (Uhrzeit und Weg) gemacht und danach bestätigt haben, dass sie gewählt haben, als Anteil aller Wahlpläne.
Risiken im Blick: Nachrichten an Leute, die nicht darum gebeten haben, verletzen den Datenschutz und verbrennen die Kampagne: Erinnere nur Eingetragene, sag, wie man sich austrägt, und prüf Wahlinfos an der offiziellen Quelle.
Üben
Mit Missionen und Situationen des Falls üben.
Entscheide als Leitung
Sechs Momente der Kampagne 2018. Wähle, was du tun würdest, und sieh, was passiert ist.
Plan in 5 Phasen
Der Ablauf von Together for Yes, von Monaten vorher bis zum Wahltag, als Checkliste.
Der Ablauf von Together for Yes, von Monaten vorher bis zum Wahltag, als Checkliste. Dein Fortschritt wird in diesem Browser gespeichert.
Vor der Kampagne (Monate vorher)
Phase 1: Informieren und einbinden (4 Wochen)
Phase 2: Überzeugen und motivieren (6 Wochen)
Phase 3: Stimmen mobilisieren (10 Tage)
Wahltag und danach
Regeln
Diese Regeln schützen die Glaubwürdigkeit der Kampagne.
Diese Regeln schützen die Glaubwürdigkeit der Kampagne.
- Schütze alle, die ihre Geschichte erzählen
- Informierte Einwilligung, die Möglichkeit, anonym zu bleiben, Medienvorbereitung und Begleitung danach. Die Person kann jederzeit aussteigen.
- Offene Spenden
- Prüfe vor der Annahme, ob jede Spende zulässig ist, und lehne ab, was das Gesetz verbietet. In Irland stand die Kampagne in regelmäßigem Kontakt mit der SIPO.
- Gekennzeichnete Werbung
- Sag, wer jede Anzeige bezahlt. In der Europäischen Union verlangt die Verordnung (EU) 2024/900 bei jeder bezahlten politischen Anzeige eine Kennzeichnung, die den Sponsor nennt, und eine Transparenzbekanntmachung und erlaubt Targeting nur mit ausdrücklicher Einwilligung und ohne sensible Daten; in anderen Ländern gilt das örtliche Wahlrecht. Siehe den Abschnitt „Recht und Plattformen in der Europäischen Union“ in den Grundlagen.
- Haustür-Daten
- Erfasse Meinungen gebündelt oder anonym, wie Canvass Together. Meinungen zu Gesundheit und Politik sind nach DSGVO und LGPD besonders geschützte Daten.
- Nur echte Menschen
- Keine Fake-Profile, keine Massenbewertungen, keine koordinierten Meldungen. In Her Shoes bekam Wellen negativer Bewertungen und Massenmeldungen ab. Mach das niemandem.
- Fakten mit Quelle
- Antworten auf medizinische und rechtliche Argumente, vorbereitet von Fachleuten und überprüfbar. Ohne Übertreibung, ohne Unterstellung.
- Respekt an der Tür
- Wer Nein sagt, bekommt ein Danke. Niemand drängt, niemand schreit.
- Sicherheit an den Türen
- Zu zweit gehen, eine Kontaktperson haben und ein Vorgehen bei Beschimpfungen. 2015 und 2018 wurden Freiwillige verbal angegriffen.
- Sorge fürs Team
- Unterstützung unter Gleichen und psychologische Begleitung. Die Auswertung von 2018 nennt Beschimpfungen, Frauenfeindlichkeit und Erschöpfung unter den größten Herausforderungen.
- Örtliches Recht
- Fristen für die Wählerregistrierung, Plakatregeln, Ausgaben- und Spendengrenzen unterscheiden sich von Land zu Land. Kläre das mit einer Anwältin oder einem Anwalt, bevor du anfängst.
Grenzen
Was diese Methode nicht kann, und wann sie scheitert.
- Überzeugt keine Entschiedenen
- 75 % der Wähler*innen sagten, sie hätten immer gewusst, wie sie abstimmen würden. Die Methode gewinnt den Teil, der unter Vorbehalt zustimmt, und mobilisiert; feste Überzeugungen ändert sie nicht in zehn Wochen.
- Lässt sich nicht in 68 Tagen improvisieren
- Hinter dem Sieg standen sechs Jahre lokaler Gruppen, Forschung seit 2016, eine Bürgerversammlung und die Erfahrung aus dem Referendum von 2015.
- Hat interne Kosten
- Die Disziplin bei der Botschaft ließ die Sprache der Rechte außen vor, gab den sogenannten schweren Fällen viel Gewicht (rund die Hälfte der Geschichten im Storylab) und begrenzte die Vielfalt der Sprecher*innen.
- Der Zugang blieb offen
- Das spätere Gesetz behielt zum Beispiel eine Wartezeit von drei Tagen, die Gráinne Griffin als Hürde für den Zugang kritisiert.
- Die Zentrale kommt nicht überall hin
- Ländliche Gruppen blieben wochenlang ohne Plakate und ohne Antwort. Die Auswertung kommt zu dem Schluss, dass Vollzeitleute für Events, Regionalmedien und die Betreuung der Gruppen fehlten.
- Haustürarbeit kostet die, die sie machen
- Mit Fremden über ein intimes, stigmatisiertes Thema zu reden, brachte Beschimpfungen und Frauenfeindlichkeit mit sich. Ohne Unterstützung brennen die Leute aus.
Prüfen
Fünf Fragen, mit Erklärung nach jeder Antwort.
Fünf Fragen, mit Erklärung nach jeder Antwort.
Weiterlesen
Kostenlose Materialien von Organisationen, die Organizer*innen ausbilden, passend zu diesem Fall.
Kostenlose Materialien von Organisationen, die Organizer*innen ausbilden, passend zu diesem Fall.
- Public Narrative
Marshall Ganz' 15 Videolektionen zu Public Narrative (Story of Self, Us, Now) mit Beispiel und Coaching-Techniken. Zum Schulen von Sprecher:innen und Freiwilligen.
- Mobilizing stories into action: The power of public narrative
Webinar dazu, wie persönliche Geschichten zum Handlungsaufruf werden. Hilfreich zur Vorbereitung von Narrativ-Workshops; kostenloses Konto nötig.
- Steps in a One-on-One Organizing Conversation
Schritt-für-Schritt-Leitfaden für das Einzelgespräch im Organizing: einladen, Motivation erkunden, konkret fragen. Zum Schulen von Freiwilligen.
3 weitere
- Supporter Engagement
Wo man neue Unterstützer:innen findet, wie man sie einbindet und hält, mit einer Liste praktischer Taktiken.
- Winning Words: Create messages that don't miss
Fundraising-Experte Harvey McKinnon zeigt, wie Botschaften zum Handeln bewegen, mit Vorher-Nachher-Beispielen. Zum Überarbeiten von Mails und Aufrufen.
- The Power of Moral Language for Mobilisation
Campaign-Lab-Experiment, ob moralische Sprache Sympathisant:innen zu Aktiven macht. Nützlich zum Testen von Freiwilligen-Aufrufen.
Quellen
Dieses Playbook beruht vor allem auf der offiziellen Auswertung im Auftrag der Co-Direktorinnen von Together for Yes, auf Interviews der…
Dieses Playbook beruht vor allem auf der offiziellen Auswertung im Auftrag der Co-Direktorinnen von Together for Yes, auf Interviews der Organisator*innen, auf amtlichen Daten und der Nachwahlbefragung von RTÉ sowie auf Reportagen, die zwischen März 2018 und 2023 erschienen sind. Alle Seiten wurden am 26. Oktober 2026 abgerufen.
39 Quellen
Wer es gemacht hat
- Together for Yes / NWCI: Learning from the 2018 Together for Yes Campaign (offizielle Auswertung, von Michael Barron) Forschung Ende 2018
- Orpen Press: It's a Yes! How Together for Yes Repealed the Eighth
- Democracy Now!: Gráinne Griffin und Annie Hoey, Aktivistinnen hinter dem Sieg 29. Mai 2018
- Grazia: Gráinne Griffin über die Kampagne
- New Economics Foundation: Karen Hand, Together, they say yes 13. Feb. 2023
- Words to Win By: Together for Yes, mit Ailbhe Smyth 20. Aug. 2019
- Abortion Rights Campaign: Let's Talk About: Canvassing 5. Apr. 2018
- Abortion Rights Campaign: Clare Canvassing Training 7. Apr. 2018
- Abortion Rights Campaign: Repealing the 8th campaign, 2018 (Bericht einer Freiwilligen aus Offaly) Mai 2020
- New Island: Erin Darcy, In Her Shoes: Women of the Eighth 2020
- Fusio: Together for Yes (Website der Kampagne)
- HeadStuff: Sparking Change #42: Together for Yes at the Intercontinental 30. Mai 2018
- Village Magazine: Gráinne Healy, 62%: What we did and why 9. Juli 2015
- Irish Academic Press: Ireland Says Yes (Healy, Sheehan, Whelan) Nov. 2015
- TheJournal.ie: Auszug aus Ireland Says Yes Nov. 2015
Daten
- RTÉ / Behaviour & Attitudes: Nachwahlbefragung zum Referendum, 25. Mai 2018 25. Mai 2018
- Wikipedia: Thirty-sixth Amendment of the Constitution of Ireland (amtliche Ergebnisse)
- Wikipedia: HomeToVote
- Wikipedia: Annie Hoey
- Today FM: 47% in favour of repealing 8th amendment (Irish Times / Ipsos MRBI) 20. Apr. 2018
Presse
- Southern Star: Buch einer Autorin aus Bantry erzählt die Geschichte des Referendums 24. Nov. 2019
- Image.ie: Pro-Choice-Seite im Visier von Abtreibungsgegner*innen 5. Apr. 2018
- The Irish Times: How the tide turned against saving the Eighth 27. Mai 2018
- The Irish Times: Repeal campaign seeks to follow marriage equality example 23. März 2018
- Irish Examiner: How they did it: behind the scenes of how the Eighth was repealed 2. Juni 2018
- TheJournal.ie: Canvassing for hearts, minds and votes in the Dublin commuter belt 21. Apr. 2018
- TheJournal.ie: Why emigrants are coming home to vote 24. Mai 2018
- TheJournal.ie: Together for Yes auf der Liste Time 100 Apr. 2019
- Amnesty International: Why Ireland's emigrants are coming home Mai 2018
- IrishCentral: Will you be traveling #HomeToVote? 23. Mai 2018
- Global News: #HomeToVote: Irish ex-pats fly home 24. Mai 2018
- PinkNews: The #HomeToVote hashtag 25. Mai 2018
- Connaught Telegraph: Together for Yes Mayo campaign up and running 9. Apr. 2018
- Limerick Leader: Limerick Together for Yes reacts to referendum win 28. Mai 2018
Analyse
- Commons Library: Brave New Words: Together for Yes 26. Sept. 2019
- Maynooth University: Campaigning for Choice: Canvassing as Feminist Pedagogy in Dublin Bay North 2019
- Act Build Change: Zusammenfassung von Ireland Says Yes 23. Mai 2018
- University of Cambridge: Social media experiment reveals potential to ‘inoculate’ millions of users against misinformation (Roozenbeek et al., Science Advances) 2022-08
- American Political Science Review: Kalla & Broockman, Reducing Exclusionary Attitudes through Interpersonal Conversation: Evidence from Three Field Experiments 2020-05
Bild: Katenolan1979, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (adapted)
Aktualisiert am 26. Oktober 2026
Nächstes Playbook Barcelona en Comú
